Aussichtsturm alt

Aus dem Leben des „Mengener Albvereins“
Der Turmbau zu Mengen 1884 -1902

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren in etwa 100 Städten des Württ. Königreiches Verschönerungsvereine dabei, interesannte oder reizvolle Flecken in Ortsnähe für den Spaziergänger zu erschließen.
Zu diesem Zweck wurden Wege und Brücken gebaut, Wege ausgeschildert, Schutzhütten und Aussichtsplattformen oder -türme errichtet. Die Erstellung von Ruhebänken und das Anpflanzen von Sträuchern und Bäumen vervollständigte diese Anlagen.Der Mengener Verschönerungsverein hat schon 1884 damit begonnen den Missionsberg im o.g. Sinn zu gestalten.
Auf der Generalversammlung am 12. April 1892 konnte der Rechner vermelden, dass von den 116 Mark, die er 1891 einnahm, 103 Mark ausgegeben seien.
Nach dem Kassenbericht referierte der Vereinsvorstand, Stadtschultheiß Laub, eingehend über die Ausführung der letztjährigen Beschlüsse:
Verbreiterung einiger Hauptwege auf dem Missionsberg und Ersatz der schadhaften Ruhebänke aus Natureichenholz durch eiserne Bänke.
Der anschließend vollzogene Beitritt zum Schwäbischen Albverein wurde gewiss auch in der Absicht unternommen, mehr Mitarbeiter zu gewinnen und mehr Finanzquellen zu erschließen.
Die Hoffnungen waren nicht vergebens.
Schon am 08. Dezember 1892 wurden Hern Dr. Beck aus Mengen für die Ausschilderung des Weges von Scheer zur Alpensicht auf den Schachen 10 Mark bewilligt und ebensoviel für die Wegbezeichnung Mengen- Hipfelsberg – Sigmaringen. 1894 wurde die erste Orientierungstafel mit 50 Mark bezuschusst  und 1895 ein eichernes Gerüst in den Anlagen unterm Berg zur Anbringung einer Orientierungstafel mit 100 Mark. Der Ober Donau Gau bewilligte eine Rate von 100 Mark für die Herstellung eines Ausschtsgerüsts. Im Januar 1898 konnte man im Rathaus das Modell eines fünfstöckigen Turmes besichtigen. Es muss also damals einen Wandel in der Bauplanung gegeben haben. Am 04.07.1901 erfolgte die Ausschreibung der Bauarbeiten aus Eisen mit einer Höhe von  12 Metern. Ein Höherbau sollte möglich sein.                                             turmalt1